Urlaubszeit für Taschendiebe?

Endlich ist sie da, die schöne, warme Sommerzeit. Man träumt von langen Abenden mit Sonnenschein und vom Urlaub, so fern und nah. Die Entspannung naht.

Auch die Taschendiebe freuen sich, sie freuen sich auf Ihre Entspannung und rüsten sich zum trickreichen Taschendiebstahl.

Damit Sie nicht ganz unvorbereitet in den Urlaub fahren, stelle ich Ihnen einen rund 15 Minuten langen Video-Clip vor, bei dem einige Tricks der Taschendiebe vorgestellt werden.

Quelle: http://www.youtube.com, 08.07.2013
Urheber: welt-der-wunder.de

Die Polizei rät…:

…zum Schutz vor Taschendieben:

  • Nehmen Sie nur soviel Bargeld mit, wie Sie benötigen. Bewahren Sie niemals EC-Karte und persönliche Pin-Nummer zusammen auf!
  • Führen Sie Geld, Papiere, Kreditkarten und andere Wertsachen dicht am Körper. Benutzen Sie dazu verschlossene Innentaschen!
  • Tragen Sie Hand- und Umhängetaschen mit dem Verschluss zum Körper und vor dem Bauch!
  • Lassen Sie ihr Gepäck und sonstige Wertgegenstände nie unbeaufsichtigt!
  • Seien Sie sensibel und achtsam, wenn Sie angerempelt werden und ihre Kleidung scheinbar unbeabsichtigt beschmutzt wird!

…zum Schutz beim Einkauf oder in Restaurants:

  • Lassen Sie ihre Handtasche bei einem Einkauf nicht im Warenkorb liegen. Die Handtasche möglichst körpernah tragen!
  • Hängen Sie in einem Restaurant nie ihre Jacke, Hand- oder Umhängetasche an die Stuhllehne, wenn sich darin Wertsachen befinden!
  • Gewähren Sie keine Einblicke in ihre Brieftasche, z.B. beim Bezahlen an einer Kasse!
  • Tragen Sie Rucksäcke im Gedränge vor dem Körper. Keinesfalls gehören Geldbörsen oder Wertsachen wie Mobilfunktelefone in Außentaschen!
  • Achten Sie bei der Anprobe von Bekleidungsgegenständen auf ihre Sachen und legen Sie diese nie unbeaufsichtigt ab!

…bei Bargeldabhebungen:

  • Bei Abhebungen an Geldautomaten lassen Sie sich nicht von Dritten ablenken oder in ein Gespräch verwickeln! Fordern Sie vor der PIN-Eingabe umherstehende Personen auf, vom Geldautomaten zurück zu treten!
  • Größere Bargeldabhebungen sollten nie alleine vorgenommen werden. Lassen Sie sich den Betrag in einem Nebenraum der Bank auszahlen!
  • Schauen Sie sich den Geldautomaten genau an. Sollten Sie Auffälligkeiten feststellen, wie z.B. gelöstes Eingabefeld, Präparierter Kartenaufsatz oder verdächtige Personen, brechen Sie den Vorgang ab und informieren Sie sofort die Polizei!

Quelle: http://www.bundespolizei.de, 08.07.2013

Wie gehen die Taschendiebe vor?

Meist sind es Teams von mehreren Tätern die arbeitsteilig vorgehen. „Dabei nutzen sie Tricks oder schlagen nach einem selbst verursachten Gedränge zu.

Opfer von Taschendiebstahl werden vor allem Frauen. Das Repertoire der Taschendiebe ist äußerst umfangreich, fast täglich werden neue Finessen bekannt:

Der Rempel-Trick: Das Opfer wird im Gedränge angerempelt oder „in die Zange“ genommen; beim Einsteigen stolpert der Vordermann, er bückt sich oder bleibt plötzlich stehen. Während das Opfer aufläuft und abgelenkt ist, greift ein Komplize in die Tasche.

Der Drängel-Trick: In vollen Bussen oder Bahnen rückt ein Dieb unangenehm dicht an das Opfer heran, das ihm den Rücken zuwendet und so die Tasche „griffbereit“ anbietet.

Der Stadtplan-Trick: Fremde fragen das Opfer nach dem Weg und halten ihm einen Stadtplan vor oder bitten es – etwa auf Bahnhöfen – an einen ausgehängten Plan. Während sich das Opfer orientiert und abgelenkt ist, plündern andere Täter die Hand- oder Umhängetasche.

Der Geldwechsel-Trick: Fremde bitten das Opfer, eine Münze zu wechseln. Wenn das Opfer die Geldbörse zieht und das Münzfach öffnet, wird es vom Täter abgelenkt. Während dieser beispielsweise seine Münze in die Börse wirft, nimmt er Banknoten heraus.

Der Beschmutzer-Trick: Insbesondere nach einem Bankbesuch wird das Opfer „versehentlich“ mit Ketchup, Eis oder einer Flüssigkeit bekleckert. Beim wortreichen Reinigungsversuch verschwindet das gerade abgehobene Geld aus der Tasche.

Der Supermarkt-Trick: Im Supermarkt fragen Fremde das Opfer nach einer bestimmten Ware. Während es danach sucht, wird die Tasche am Einkaufswagen ausgeräumt.

Der Hochhebe-Trick: In einer Gaststätte behauptet jemand, das Gewicht des Opfers schätzen zu können. Beim Hochheben „zieht“ er oder ein Komplize die Geldbörse.

Der Bettel-Trick: Kinder halten dem Opfer im Lokal ein Blatt Papier vor mit der Bitte um eine Spende. Oder sie tollen auf der Straße um das Opfer herum und betteln es an. Dabei nutzt einer die Ablenkung für den raschen Griff nach der Geldbörse oder in die Handtasche.

Der Blumen-Trick: Ein Fremder begrüßt das Opfer freundschaftlich, umarmt es oder steckt ihm eine Blume an. Während das Opfer verdutzt ist, verschwindet die Brieftasche.

Der Taschenträger-Trick: „Taschenträger“ oder „-trägerinnen“ spähen ältere Frauen beim Einkaufen aus und bieten ihnen scheinbar hilfsbereit an, den Einkauf nach Hause zu tragen. Dort eilen sie mit der Tasche die Treppe hinauf, während der ältere Mensch nicht so schnell hinterherkommt. Unterwegs nehmen sie die Geldbörse heraus, stellen die Tasche vor die Tür und kommen dem Opfer grüßend entgegen. Der Verlust wird erst später bemerkt.“

Quelle: http://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/diebstahl-und-einbruch/taschendiebstahl.html#sthash.2x2nk8kQ.dpuf, 08.07.2013

 

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