Fortbildung 2018

Waffenabwehr in der Selbstverteidigung

„Als Waffe werden in der Regel Gegenstände bezeichnet, die dazu bestimmt und geeignet sind, Lebewesen […] in ihrer Handlungsfähigkeit zu beeinträchtigen oder handlungsunfähig zu machen.“ (1)

Es gibt eine Vielzahl von Gegenständen die als Waffe dienen. Meistens wird jedoch an Hieb- und Stich- sowie an Schusswaffen gedacht. Gerade Messer sind besonders geeignet, ein anderes Lebewesen schwerste Verletzungen zuzufügen und wird zugleich am meisten unterschätzt.

Doch welche Möglichkeiten hat man als Verteidiger, wenn man mit einer Waffe bedroht oder angegriffen wird?

Ein Blick über den Tellerrand sollte Aufklärung verschaffen, weshalb ich am 10. November 2018 an einem Verbands-Seminar von „KravMaga Defcon“ teilnahm.

Instructor in diesem Themengebiet war Armin Berberich. Der ehemaliger Ausbilder der Polizeihochschule bzw. Mitarbeiter des LKA erläuterte zuerst die verschiedensten Gefahren der unterschiedlichen Waffen und das jeweilige Risiko, einer solchen Bedrohung ausgesetzt zu sein.

Auch wenn die kriminalpolizeiliche Statistik eine eindeutige Sprache spricht – nämlich, dass die Wahrscheinlichkeit von einem Täter mit einer Schusswaffe angegriffen zu werden gering ist – lag der erste Schwerpunkt des Trainings auf der Verteidigung gegen eine Schusswaffe. Dabei wurde von unterschiedlichen Angriffszenarien ausgegangen, die ein Täter einnehmen könnte.

Der nächste Schwerpunkt war die Verteidigung gegen einen Angriff mit einem Stock (welches auch ein Baseballschläger sein könnte). Hierbei wurden ebenfalls diverse Angriffe simuliert und der Verteidiger unter Druck gesetzt.

Im letzten Lehrabschnitt wurde der Blick auf eine der gefährlichsten Waffen gelenkt, dem Messer. Die Herausforderung zur Abwehr eines Angriffs liegt in der Vielseitigkeit der Waffe. Dies fängt beim Tragen der Waffe (offen gegenüber verdeckt) an und geht in Führung der Hieb- und Stichwaffe über. Der Krav Maga-Instructor hob hervor, dass die Waffe wenn überhaupt, nur sehr schwer abzuwehren ist. Auf jeden Fall muss der Verteidiger mit schlimmsten Verletzungen rechnen.

Ziel bei allen Abwehrtechniken war es, die Kontrolle über die Waffe des Angreifers zu erlangen bzw. im Idealfall diese dem Gegner zu entwenden. Im Anschluss an eine (gelungene) Verteidigung ist schnellstmöglichst der Abstand (bspw. durch Flucht) zum Täter zu vergrößern bzw. die Flucht zu ergreifen.

Fazit:
Das Seminar bestätigte die von mir getätigten Lehrinhalte und verhalf gleichzeitig zu neuen Einblicken.

Quelle:
(1) Definition Waffe, Stand 20.11.2018

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Fortbildung, Selbstverteidigung für Frauen, SV für Männer abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.